Es war einmal auf dem herlichen Lande, das Korn war gelb und das Heu auf den grünen Wiesen war in Schobern aufgesetzt. Der Storch ging dort auf seinen langen roten Beinen und plapperte ägyptisch, denn diese Sprache hatte er von seiner Mutter gelernt.
Auf dem Lande ist es wirklich schön! Im Sonnenschein lag dort ein alter Gutshof, von tiefen Kanälen umgeben und von der Mauer bis zum Wasser wuchsen große Klettenblätter, die so hoch waren, daß kleine Kinder unter den höchsten aufrecht stehen konnten. Es war so wild darin wie im tiefsten Wald. Hier saß eine Ente auf ihrem Nest. Sie mußte ihre Jungen ausbrüten, aber es wurde ihr fast zu langweilig, denn es dauerte so lange, und sie bekam selten Besuch. Die andern Enten schwammen lieber auf den Seen und Kanälen umher, als hinaufzulaufen und sich unter ein Klettenblatt zu setzen, um mit ihr zu schnattern.
Nacheinander platzte ein Ei nach dem andern: »Piep! Piep!« sagte es, und aus allen Eier streckten die Küken die Köpfe heraus. »Rapp! Rapp!« sagte sie, und dann rappelten sich alle, was sie konnten, und sahen sich unter den grünen Blättern nach allen Seiten um. Die Mutter ließ sie schauen, soviel sie wollten, denn das Grüne ist gut für die Augen.
»Wie groß ist doch die Welt!« sagten alle Jungen, denn nun hatten sie freilich ganz anders Platz als im Ei.