Frau Holle (Brüder Grimm)

Hänsel & Gretel (Brüder Grimm)

Das häßliche Entlein (nach H.C. Andersen)

Däumelinchen (nach H.C. Andersen)

Vorwort
Das Märchen vom bösen Märchen

Ab und zu wurde ich vor die Frage gestellt: "Finden Sie Grimm´s Märchen nicht grausam?" An dieser Stelle möchte ich einmal ein paar Sätze dazu schreiben.

Am besten beginne ich damit, das die verschiedenen Märchen der Brüder Grimm keinesfalls alles Kindermärchen sind, sondern eine Sammlung verschiedenster Volksmärchen. Urspünglich hatten diese Geschichten den Sinn, auch Erwachsene zu unterhalten und sie moralisch/ gesellschaftlich zu prägen.

"Es war einmal..." mit diesem Satz führen die meisten Märchen in eine geheimnisvolle Wunderwelt. Märchen beschreiben zwar fantastische Welten, in denen Wünsche und Träume wahr werden, sie erzählen aber auch von grundlegenden, realen Lebensituationen,

mit der jeder Mensch zu jeder Zeit in Berührung kommen kann. Gerade dieses Nebeneinander von Wunder und Wirklichkeit macht Märchen für Kinder so interessant. Es entspricht Ihrer geistigen Reife.

Im ständigen Austausch mit Eltern und Pädagogen hat man mich davon überzeugt, das Kinder sich nur die Stellen im Märchen vorstellen können, die sie auch verkraften können. Anders als beispielsweise im Fernsehen, entwickeln Kinder Ihre eigenen Bilder zu den Geschichten. Was sie nicht kennen, ist gleichgestellt mit -nicht existent- und wird somit auch nur bedingt wahrgenommen. Daher kommt es auch, das Kinder so manche Geschichten inhaltlich ganz anders wiedergeben, als es ein Erwachsener tun würde.

Meiner Erfahrung nach, ist es einfach wichtig, seine Kinder mit dem Erlebten nicht alleine zu lassen. Zum Glück haben alle Geschichten eines gemeinsam, was eine wichtige Konstate für die Kinder ist: Das Böse verschwindet und am Ende siegt das Gute.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Schmökern, Renate Messall

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